Wann 48 V statt 12 oder 24 V?
Ab 2.000 W Wechselrichterleistung oder einem Speicher ab 5 kWh ist 48 V die wirtschaftliche Wahl: Ein 3.000-W-Wechselrichter zieht bei 48 V nur 65 A statt 260 A bei 12 V. Dazu passen 48-V-LiFePO4-Batterien (51,2 V) und MPPT-Laderegler mit 150–250 V Eingangsspannung, an die sich mehrere Module in Reihe anschließen lassen.
Phoenix oder MultiPlus?
- Victron Phoenix 48 V: reiner Wechselrichter für Anlagen ohne Netzanschluss – Hütte, Garten, Werkstatt.
- MultiPlus / MultiPlus-II 48 V: Wechselrichter plus Ladegerät plus Transferschalter: Netz oder Generator laden die Batterie, bei Ausfall übernimmt der Wechselrichter in Millisekunden – Notstrom für Haus und Praxis, Ferienhaus mit schwachem Netz, Inselanlage mit Generator-Backup. Mit GX-Gerät auch als ESS mit Netzparallelbetrieb.
Planung und Sicherheit
48-V-Systeme sind Kleinspannung (SELV) und dürfen vom Fachkundigen installiert werden, erfordern aber passende DC-Sicherungen, Trennschalter und Sammelschienen (Victron Lynx). Den Batteriestrom und Kabelquerschnitt liefert der Wechselrichter-Rechner; Komponenten für Verteilung und Absicherung finden Sie unter Installation.
Häufige Fragen zu 48-V-Wechselrichtern
Welche Batterie für 48 V?
Vier 12,8-V-LiFePO4 in Reihe (mit Balancer) oder eine 51,2-V-Batterie; für MultiPlus-II mit ESS vorzugsweise Batterien mit CAN-Kommunikation.
Kann ich ins Hausnetz einspeisen?
Mit MultiPlus-II und GX-Gerät als ESS ja – netzgekoppelt und anmeldepflichtig. Reine Inselwechselrichter speisen nie ein.
Wie groß muss der Wechselrichter für eine Wärmepumpe sein?
Dauerleistung der Pumpe mal 1,3, Anlaufstrom beachten; MultiPlus 48/5000 trägt die meisten Wärmepumpen bis 3 kW elektrisch.