
Häufige Fragen
Die Fragen, die uns am häufigsten erreichen – zur Auswahl, zur Technik und zum Einbau. Wenn Ihre Frage fehlt, hilft Ihnen meist einer unserer Rechner weiter.
40 Fragen
Auswahl und Planung
Wie groß muss meine Anlage sein?
Das hängt allein davon ab, was Sie versorgen wollen und wie lange Sie ohne Sonne auskommen müssen. Der Solar-Konfigurator rechnet Ihnen aus Ihrem Verbrauch die Modulleistung, die Akkugröße und den Laderegler aus. Als grobe Orientierung: Wochenendtrips kommen mit 100 bis 150 Watt aus, längere Reisen brauchen 200 bis 300, ganzjährige Nutzung 400 und mehr.
Einzelkomponenten oder Komplettset?
Ein Set ist ab Werk aufeinander abgestimmt – Modul, Regler, Kabel und Halterung passen zusammen, und Sie können nichts falsch kombinieren. Einzelteile lohnen sich, wenn Sie eine bestehende Anlage erweitern oder besondere Anforderungen haben. Dann sagen Ihnen unsere Rechner, welche Werte zusammenpassen müssen.
12, 24 oder 48 Volt?
Bis etwa 1000 Watt Wechselrichterleistung ist 12 Volt üblich und praktisch, weil fast alle Bordgeräte darauf ausgelegt sind. Darüber wird der Strom unangenehm hoch – 2000 Watt bedeuten bei 12 Volt rund 190 Ampere und entsprechend dicke Kabel. Ab dieser Größenordnung ist 24 oder 48 Volt die bessere Wahl.
Wie viel bringt Solar im Winter?
Etwa ein Drittel des Sommerertrags. Ein 200-Watt-Modul liefert im Juni rund 600 Wattstunden am Tag, im Dezember eher 160. Wer ganzjährig autark sein will, muss die Anlage nach dem Winterwert auslegen, nicht nach dem Sommerwert.
Was ist eine Inselanlage?
Eine Solaranlage ohne Verbindung zum öffentlichen Stromnetz: Module, Laderegler, Akku und bei Bedarf ein Wechselrichter versorgen die Verbraucher vollständig selbst. Ob Wohnmobil, Gartenhaus oder Notstromspeicher – alles in diesem Shop ist auf diesen Inselbetrieb ausgelegt. Weitere Begriffe erklärt das Glossar.
Wohnmobil oder Camper-Van – welches Set passt zu mir?
Die Wohnmobil-Sets bestehen aus flach aufs Dach montierten, gerahmten Modulen mit Laderegler und Bordakku – dauerhaft verbaut, ohne Aufstellen vor Ort. Die Camper-Van-Variante setzt auf eine Powerstation mit faltbarem Panel, das am Stellplatz zur Sonne ausgerichtet wird und keine Bohrung im Dach braucht. Der Konfigurator zeigt beide Wege für denselben Tagesbedarf nebeneinander.
Was reicht für ein Gartenhaus mit Licht, Pumpe und Kühlbox?
Das hängt fast nur von der Betriebsdauer der Geräte ab: LED-Licht und ein Router brauchen wenig, Kühlgeräte und Pumpen laufen viele Stunden und dominieren den Tagesbedarf. Der Konfigurator bringt ein Gartenhaus-Profil mit typischen Geräten mit, das Sie anpassen können; das Ergebnis nennt Modulleistung, Akkugröße und passende Garten-Sets.
Notstrom: Powerstation oder fest installierte Anlage?
Eine Powerstation ist in wenigen Minuten einsatzbereit, braucht keinen Elektriker und lässt sich später weiterverkaufen. Eine feste Anlage mit großem Akku bietet mehr Speicher fürs Geld, verursacht aber Montageaufwand, dessen Arbeitskosten in jeden ehrlichen Vergleich gehören. Für Ausfälle von Stunden bis wenigen Tagen ist die Powerstation meist die einfachere Lösung; für dauerhaft große Lasten ist eine fest verbaute Anlage die passende Größenordnung.
Wie viele Tage ohne Sonne soll der Speicher überbrücken?
Der Konfigurator rechnet standardmäßig mit dem gewählten Nutzungsrhythmus und lässt Sie zusätzliche Regentage als Reserve einstellen. Jeder Reservetag vergrößert den Akku um einen Tagesbedarf. Bei Wochenendnutzung im Garten fällt die Reserve oft klein aus, weil der Speicher unter der Woche nachlädt; bei Notstrom und täglicher Nutzung im Winter lohnt mehr Reserve.
Powerstations
Worin unterscheiden sich Powerstation und Solaranlage mit Akku?
Eine Powerstation vereint Akku, Laderegler, Wechselrichter und Anschlüsse in einem tragbaren Gehäuse – anschließen, laden, nutzen. Eine Solaranlage mit Akku besteht aus Einzelkomponenten, die fest verbaut werden, bei gleichem Budget mehr Speicher liefern und sich einzeln erweitern oder tauschen lassen. Der Powerstation-Simulator zeigt für Ihr Geräteprofil beide Wege mit Laufzeiten.
Welche Powerstation-Größe brauche ich?
Zähle die Geräte mit Leistung und täglicher Laufzeit zusammen – das ergibt den Tagesbedarf in Wattstunden. Die Powerstation sollte diesen Bedarf abzüglich der Solar-Nachladung tragen; ohne Nachladung gilt die Kapazität geteilt durch den Tagesbedarf als Laufzeit in Tagen. Der Simulator rechnet das stündlich durch und zeigt, ab welchem Modell die Nacht ohne Sonne gesichert ist.
Wie lade ich eine Powerstation mit Solar?
Über den Solareingang, meist per XT60- oder MC4-Anschluss. Der Hersteller gibt dafür eine maximale Eingangsspannung und -leistung an; das Panel muss darunter bleiben, sonst nimmt die Station keine Ladung an oder schaltet ab. Die faltbaren Panels der Sets sind darauf abgestimmt, bei anderen Modulen lohnt ein Blick auf Leerlaufspannung und Solareingang im Datenblatt.
Kann ich mehrere Panels an eine Powerstation anschließen?
Ja, solange die Grenzen des Solareingangs eingehalten werden. Parallel geschaltete Panels addieren den Strom bei gleicher Spannung, dafür gibt es MC4-Y-Verbinder; in Reihe addiert sich die Spannung, was schnell die Eingangsgrenze überschreitet. Der Konfigurator und der Simulator rechnen mit mehreren gleichen Panels und weisen auf den Solareingang hin.
Was bringt ein Erweiterungsakku?
Er vergrößert die Kapazität einer Powerstation um einen weiteren Batterieblock, der über die Station geladen und entladen wird. Erweiterungsakkus passen nur zu den dafür vorgesehenen Modellen desselben Herstellers und haben keine eigenen Ausgänge. Die Sets mit Erweiterungsakku finden Sie in den Powerstation-Sets.
Was bedeutet USV-Funktion bei einer Powerstation?
Die Station hängt am Netz, Verbraucher hängen an der Station. Fällt das Netz aus, übernimmt der Akku innerhalb von Millisekunden. Für Router, Kühlgeräte oder Aquarien reicht das; für Server oder medizinische Geräte zählt die im Datenblatt genannte Umschaltzeit. Nicht jede Powerstation bietet die Funktion, sie steht bei den passenden Modellen in den technischen Daten.
Akkus und Speicher
LiFePO4 oder Blei?
Lithium bringt bei gleicher nutzbarer Energie deutlich weniger Gewicht und Volumen mit, verträgt eine höhere Entladetiefe und erreicht als Gattung eine erheblich höhere Zyklenzahl. Blei-Techniken sind in der Anschaffung günstiger und unempfindlich gegen Frost beim Laden. Welche Technik länger hält, entscheidet aber nicht das Datenblatt: Entladetiefe, Ladetechnik, Temperatur und Standzeiten wiegen schwerer als die Zellchemie. Ein pfleglich behandelter AGM-Akku überlebt einen dauerhaft leergefahrenen Lithium-Akku. Zu beachten: Ohne eingebaute Zellheizung darf LiFePO4 unter null Grad nicht geladen werden.
Wie viel meiner Akkukapazität kann ich wirklich nutzen?
Nicht die volle Nennkapazität. Die Rechner dieses Shops setzen als Kalkulationsannahme 80 Prozent bei LiFePO4, 50 Prozent bei AGM und Gel und 85 Prozent bei Powerstations an – Rechenwerte für die Dimensionierung, keine Produkteigenschaften. Was ein bestimmter Akku dauerhaft verträgt, steht in seinem Datenblatt.
Darf ich einen LiFePO4-Akku bei Frost laden?
Unter 0 °C Zelltemperatur darf LiFePO4 nicht geladen werden, Entladen ist meist bis −20 °C zulässig. Viele Akkus sperren das Laden über ihr BMS selbst, manche bringen eine Zellheizung mit, die den Akku vor dem Laden erwärmt. Für Fahrzeuge, die im Winter draußen stehen, ist das ein wichtiges Auswahlkriterium – die Angabe steht im Datenblatt des jeweiligen Akkus.
Wie lange hält ein Solarakku?
Herstellerangaben zu Ladezyklen stammen aus Laborprüfungen einzelner Produkte und lassen sich nicht auf eine ganze Zellchemie übertragen. In der Praxis entscheiden Entladetiefe, Ladetechnik, Temperatur und Standzeiten. Lithium-Techniken liegen als Gattung deutlich über Blei, doch die Unterschiede innerhalb beider Gruppen sind groß. Vollständiges Laden und Vermeiden von Tiefentladung verlängern die Lebensdauer bei allen Typen.
Kann ich alte und neue Akkus zusammenschalten?
Unterschiedliches Alter, unterschiedliche Kapazität oder gar verschiedene Chemien führen dazu, dass der schwächste Block die Bank bestimmt und die anderen ihn dauerhaft mitversorgen. Parallelschaltung funktioniert zuverlässig nur mit gleichen Akkus gleichen Alters; bei LiFePO4 gibt der Hersteller zudem vor, wie viele Blöcke parallel oder in Reihe erlaubt sind.
Solarmodule und Laderegler
MPPT oder PWM-Laderegler?
Ein MPPT-Regler passt die Modulspannung dynamisch an die Batteriespannung an und holt dadurch bis zu 30 Prozent mehr Energie heraus – besonders bei Kälte, tiefstehender Sonne und Teilverschattung. Ab etwa 100 Watt Modulleistung rechnet sich der Aufpreis. Ein PWM-Regler ist einfacher und günstiger, verschenkt aber Ertrag.
Flexible oder gerahmte Module?
Gerahmte Module sind günstiger, langlebiger und kühlen besser, weil Luft darunter zirkuliert. Flexible Module lohnen sich nur bei gewölbten Flächen oder wenn jedes Kilo zählt – sie liegen direkt auf, werden heißer und altern dadurch schneller.
Wie viele Module kann ich an einen Laderegler anschließen?
Zwei Grenzen zählen: die maximale Eingangsspannung des Reglers, die die Leerlaufspannung aller Module in Reihe auch bei Kälte nicht überschreiten darf, und der Ladestrom, der aus Modulleistung geteilt durch Batteriespannung folgt. Der MPPT-Rechner prüft beides für Ihre Modulkombination und zeigt passende Regler aus dem Sortiment.
Module in Reihe oder parallel schalten?
In Reihe addiert sich die Spannung, der Strom bleibt gleich – dünnere Kabel, aber jede Verschattung eines Moduls drückt den ganzen Strang. Parallel addiert sich der Strom bei gleicher Spannung – verschattungstolerant, aber dickere Kabel und mehr Steckverbinder. Bei MPPT-Reglern ist eine höhere Strangspannung vorteilhaft, solange die Eingangsgrenze eingehalten wird; PWM-Regler brauchen Module, die zur Batteriespannung passen.
Was passiert bei Teilverschattung?
Ein Schatten auf wenigen Zellen kann die Leistung eines Moduls weit stärker senken, als die Fläche vermuten lässt, weil der Strom durch die verschattete Zelle begrenzt wird. Bypass-Dioden überbrücken betroffene Zellgruppen, Halbzellen-Module verlieren weniger. Auf dem Wohnmobildach sind Dachhauben und Antennen die üblichen Schattenwerfer – ein paar Zentimeter Abstand machen oft den Unterschied.
Was bringen bifaziale Module?
Sie nehmen auch auf der Rückseite Licht auf. Der Mehrertrag entsteht durch reflektiertes Licht vom Untergrund und ist bei aufgeständerten Modulen über hellen Flächen am größten; flach auf dem Dach aufgelegt bleibt er gering. Die Wattangabe bezieht sich in der Regel auf die Vorderseite.
Brauche ich bei einem Powerstation-Set einen Laderegler?
Nein. Die Powerstation hat einen eigenen MPPT-Laderegler eingebaut; das Panel wird direkt am Solareingang angeschlossen. Ein zusätzlicher Regler gehört nur zwischen Module und einen separaten Akku, also in Wohnmobil- und Garten-Anlagen mit eigener Batterie.
Technik
Reiner oder modifizierter Sinus?
Modifizierter Sinus ist günstiger, erzeugt aber eine eckige Spannungskurve. Motoren laufen dadurch heißer, Schaltnetzteile brummen, empfindliche Elektronik und Medizingeräte können ausfallen. Nur bei reinen Heizgeräten ist er unbedenklich. Im Zweifel reiner Sinus.
Warum schaltet mein Wechselrichter beim Einschalten ab?
Weil der Anlaufstrom die Spitzenleistung überschreitet. Kühlschränke, Pumpen und Werkzeuge ziehen im Einschaltmoment das Drei- bis Vierfache ihrer Nennleistung. Der Wechselrichter-Rechner berücksichtigt genau das und nennt Ihnen die nötige Nennleistung.
Wie viel Strom zieht ein Wechselrichter im Leerlauf?
Jeder Wechselrichter verbraucht auch ohne angeschlossene Last Energie, kleine Geräte im einstelligen Wattbereich, große deutlich mehr. Über 24 Stunden summiert sich das zu einem spürbaren Anteil am Tagesbedarf kleiner Anlagen. Deshalb den Wechselrichter oder den AC-Ausgang der Powerstation abschalten, wenn keine 230-V-Verbraucher laufen; der Wert steht in den technischen Daten als Leerlauf- oder Standby-Verbrauch.
Kann ich 230-V-Geräte direkt mit Solar betreiben?
Nur über einen Wechselrichter, und der braucht einen Akku als Puffer – Solarmodule allein liefern schwankende Gleichspannung. Bei einer Powerstation ist beides eingebaut. Für Kühlschrank, Laptop oder Werkzeug zählt neben der Dauerleistung des Wechselrichters der Anlaufstrom; der Wechselrichter-Rechner rechnet das für Ihre Geräte durch.
Montage und Betrieb
Bohren oder kleben?
Kleben erhält die Dichtigkeit des Dachs und ist bei Wohnmobilen die Regel. Es verlangt allerdings sorgfältige Vorbereitung: Untergrund reinigen, anschleifen, Primer auftragen, Aushärtezeit einhalten. Wer bohrt, muss jede Durchführung dauerhaft dicht bekommen.
Wie dick müssen die Kabel sein?
Das hängt von Strom, Länge und zulässigem Spannungsabfall ab – und von der Verlegeart, weil gebündelte Leitungen Wärme schlechter abgeben. Der Kabelquerschnitt-Rechner prüft beide Grenzen und nennt Ihnen auch gleich die passende Sicherung.
Wo gehört die Sicherung hin?
So nah wie möglich an den Pluspol der Batterie. Sie schützt die Leitung, nicht das Gerät – und der Abschnitt vor der Sicherung ist ungeschützt. Ihre Größe richtet sich nach dem Querschnitt und darf dessen Belastbarkeit nie überschreiten.
Muss ich eine Inselanlage anmelden?
Eine Inselanlage ohne Verbindung zum öffentlichen Netz speist nicht ein und unterliegt deshalb nicht der Anmeldepflicht beim Netzbetreiber, die für einspeisende Anlagen und Balkonkraftwerke gilt. Sobald eine Anlage mit dem Hausnetz gekoppelt wird, ändert sich das; für die Elektroinstallation im Gebäude gelten in jedem Fall die üblichen Regeln der Technik.
Wie viel Wartung braucht eine Inselanlage?
Wenig, aber regelmäßig: Module bei Bedarf mit Wasser reinigen, Klemmen und Steckverbinder auf festen Sitz und Korrosion prüfen, Kabeldurchführungen am Dach kontrollieren. Blei-Akkus wollen möglichst oft vollgeladen werden, LiFePO4 ist unempfindlicher. Ein Batteriemonitor zeigt, ob Ertrag und Verbrauch im Alltag zusammenpassen.
Wo finde ich Datenblätter und Anleitungen zu den Produkten?
Auf jeder Produktseite im Tab „Downloads“ und noch einmal verlinkt am Ende der Produktbeschreibung. Dort liegen Bedienungsanleitungen, Datenblätter und Sicherheitshinweise der Hersteller als PDF.
Bestellung und Steuer
Warum steht bei manchen Produkten 0 % Umsatzsteuer?
Für Photovoltaikanlagen, Speicher und wesentliche Komponenten gilt nach § 12 Abs. 3 UStG unter bestimmten Voraussetzungen der Nullsteuersatz, unter anderem bei Installation auf oder in der Nähe von Wohngebäuden. Im Bestellabschluss wird dafür eine Bestätigung abgefragt; wer die Voraussetzungen nicht erfüllt, nimmt den Haken heraus und bestellt mit regulärer Umsatzsteuer.
Gibt es einen Rabatt bei Vorkasse?
Ja, bei Zahlung per Vorkasse-Überweisung werden 2 Prozent Rabatt abgezogen. Die weiteren Zahlungsarten werden im Bestellabschluss angezeigt.
Liefert ihr auch ins Ausland?
Der Versand erfolgt ausschließlich innerhalb Deutschlands.
Noch nicht beantwortet?
Die konkrete Auslegung nimmt Ihnen der Konfigurator ab – er sagt Ihnen auch, wann eine Anlage zu klein wäre.
