Wann ein flexibles Solarmodul?
- Boot und Segelyacht: begehbares, salzwasserfestes Solarpanel auf Deck, Biminitop oder Kajütdach – ohne Kanten, ohne Windangriff.
- Kastenwagen, Hochdach, Pop-up-Dach: passt sich der Wölbung an, trägt kaum auf und lässt Dachträger frei.
- Gewichtskritische Montage: ein 100-W-Flexmodul wiegt rund 2 kg statt 7–8 kg beim Rahmenmodul.
Montage richtig gemacht
Flexible Module werden vollflächig verklebt oder mit Ösen verschraubt; eine Hinterlüftung durch Abstandshalter oder Noppenplatte senkt die Temperatur und erhöht den Ertrag. Kein scharfes Abknicken, keine Verwindung, Kabel mit Dachdurchführung sichern. Mehrere Module über MC4-Y-Verteiler parallel schalten; an die Batterie gehört ein MPPT-Laderegler.
Leistung und Lebensdauer
Hochwertige Flexmodule mit ETFE und monokristallinen Zellen erreichen 20–22 % Wirkungsgrad und halten bei korrekter Montage 8–12 Jahre; billige PET-Module vergilben und delaminieren. Die Nennleistung erreichen sie bei direkter Sonne und guter Kühlung; am Dach ohne Hinterlüftung rechnen Sie mit 10–15 % weniger als bei einem gleich starken gerahmten Modul – dafür sind sie dort überhaupt erst montierbar.
Häufige Fragen zu flexiblen Solarmodulen
Sind flexible Solarmodule wirklich begehbar?
Ja, mit weichen Sohlen und ohne Punktlasten – auf dem Boot genau dafür gemacht.
Welche Klebemasse eignet sich?
Ein lösemittelfreier Montagekleber auf MS-Polymer-Basis wie Sikaflex 252 oder Dekalin; die Fläche muss sauber, trocken und fettfrei sein.
Kann ich flexible und starre Module mischen?
Parallel bei gleicher Spannung ja; Teilverschattung eines Moduls mindert dann nur dessen Beitrag.