MPPT oder PWM – welcher Laderegler?
- MPPT-Laderegler: bis zu 30 % mehr Ertrag, verträgt höhere Modulspannungen (24-V-Module, Reihenschaltung), ideal ab 150 W, bei langen Leitungen und im Winter. Standard für Wohnmobil-, Garten- und Hausanlagen.
- PWM-Laderegler: günstig und robust für 12-V-Module bis etwa 150 W an 12-V-Batterien – Gartenhaus-Licht, Pufferladung, kleine Boote.
- Duo-Regler (Votronic MPP Duo): laden Aufbau- und Starterbatterie im Wohnmobil aus einem Modulfeld.
Den Laderegler richtig dimensionieren
Ladestrom = Modulleistung ÷ Batteriespannung × 1,1 (200 W an 12 V → 20 A). Die Leerlaufspannung des Modulfelds (Voc, mit Kältezuschlag) muss unter der Maximalspannung des Reglers liegen. Batterietyp (AGM, Gel, LiFePO4) als Ladeprofil einstellbar. Der MPPT-Rechner prüft Modul, Strang und Regler in einem Schritt; welcher Regler zu welcher Anlage passt, erklärt der Ratgeber Welcher MPPT-Laderegler ist der richtige?.
Anschluss und Zubehör
Reihenfolge: erst Batterie, dann Modul anschließen; Regler nah an der Batterie, Sicherung am Pluspol, Kabelquerschnitt nach Kabelrechner. Bluetooth-Modelle (Victron SmartSolar) zeigen Ertrag und Ladezustand in der App; für BlueSolar und Votronic gibt es Displays und Fernanzeigen.
Häufige Fragen zu Ladereglern
Brauche ich bei einer Powerstation einen Laderegler?
Nein, der MPPT-Regler ist eingebaut – Faltmodul direkt anschließen.
Kann ich zwei Laderegler an eine Batterie hängen?
Ja, mehrere MPPT-Regler mit gleichem Ladeprofil können parallel dieselbe Batterie laden – üblich bei getrennten Modulfeldern.
Was passiert nachts?
Der Regler trennt das Modul elektronisch, eine Rückentladung findet nicht statt; der Eigenverbrauch liegt bei 10–30 mA.