AGM-Solarbatterie: Vorteile und Grenzen
AGM (Absorbent Glass Mat) bindet die Säure in Glasfaservlies: keine Gasung im Normalbetrieb, hohe Kurzschlussströme, unempfindlich gegen Vibration, auch bei Frost einsatzfähig. Als Solarbatterie 12 V eignet sich AGM für Anlagen, die gelegentlich oder saisonal genutzt werden. Die nutzbare Kapazität liegt bei etwa 50 % der Nennkapazität; wer regelmäßig tiefer entlädt, verkürzt die Lebensdauer deutlich – dann ist eine LiFePO4-Batterie wirtschaftlicher.
Welche Kapazität brauche ich?
- 40–60 Ah: Licht, Radio, Smartphone im Gartenhaus oder kleinen Wohnwagen.
- 80–120 Ah: Wohnmobil mit Wasserpumpe, Heizung und TV, Kühlbox im Garten.
- 150–260 Ah: Kompressorkühlschrank, Wechselrichter, mehrere Tage ohne Sonne.
Faustregel: Tagesverbrauch in Ah × Autonomietage × 2 (AGM) = Kapazität. Der Akku-Rechner rechnet das mit Ihren Verbrauchern durch.
Laden und Pflege
AGM-Batterien werden mit 14,4–14,7 V Ladeschlussspannung und 13,6–13,8 V Erhaltung geladen – jeder unserer MPPT- und PWM-Laderegler hat das passende Profil; am Netz lädt ein Batterieladegerät mit AGM-Kennlinie. Tiefentladung unter 11,8 V vermeiden, im Winter vollgeladen einlagern und alle zwei Monate nachladen.
Häufige Fragen zu AGM-Akkus
AGM oder Gel?
Gel verträgt Hitze und sehr langsame Entladung etwas besser, AGM liefert höhere Ströme und lädt schneller – für Solar und Wohnmobil ist AGM meist die bessere Wahl.
Kann ich AGM-Batterien parallel schalten?
Ja, gleiche Typen und gleiches Alter, mit gleich langen Kabeln; der Querschnitt richtet sich nach dem Gesamtstrom (Kabelrechner).
Wie lange hält eine AGM-Solarbatterie?
Bei 50 % Entladetiefe 400–600 Zyklen, bei 30 % über 1.000 – in der Praxis 4–8 Jahre.