Wie ein PWM-Laderegler lädt
PWM (Pulsweitenmodulation) verbindet das Solarmodul direkt mit der Batterie und taktet den Ladestrom, sobald die Ladeschlussspannung erreicht ist. Das Modul arbeitet dabei auf Batteriespannung statt an seinem Leistungsmaximum – deshalb passen nur Module, deren Nennspannung zur Batterie passt (12-V-Modul mit 36 Zellen an 12-V-Batterie). Dreistufige Ladung (Bulk, Absorption, Float), Tiefentladeschutz am Lastausgang, Verpolschutz und Nachtabschaltung sind Standard; Modelle mit LCD und USB zeigen Ladezustand und laden Smartphones.
PWM oder MPPT?
- PWM genügt bei 12-V-Modulen bis 150 W, kurzen Leitungen und saisonaler Nutzung – geringe Kosten, kaum Eigenverbrauch.
- MPPT lohnt ab 150–200 W, bei 24-V-Modulen an 12-V-Batterien, langen Kabeln, Teilverschattung und Winterbetrieb: bis zu 30 % mehr Ertrag.
Welcher Regler zu Ihrem Modul passt, prüft der MPPT-Rechner – er rechnet auch PWM-Varianten durch.
Richtig dimensionieren und anschließen
Reglerstrom ≥ Modulkurzschlussstrom (Isc) × 1,25: ein 100-W-Modul mit 6 A braucht einen 10-A-Regler. Erst Batterie, dann Modul anschließen, Regler nah an der Batterie montieren, Sicherung am Pluspol; Batterietyp (AGM, Gel, LiFePO4) am Regler einstellen. Kabelquerschnitt nach Kabelrechner.
Häufige Fragen zu PWM-Ladereglern
Kann ich ein 24-V-Modul mit PWM an 12 V laden?
Es funktioniert, aber die Hälfte der Modulleistung geht verloren – dafür ist MPPT da.
Was ist der Lastausgang?
Ein geschalteter 12-V-Ausgang für Verbraucher bis zum Regler-Nennstrom mit Tiefentladeschutz und Zeitsteuerung – praktisch für Beleuchtung; Wechselrichter gehören direkt an die Batterie.
Lädt ein PWM-Regler LiFePO4?
Nur Modelle mit Lithium-Einstellung (14,2–14,6 V, ohne Ausgleichsladung); Victron BlueSolar PWM-Light und -LCD bieten sie.