Gel oder AGM?
Beide sind verschlossene Bleibatterien (VRLA). Gel-Akkus haben mehr Zyklen bei langsamer Entladung (C20) und sind unempfindlicher gegen hohe Temperaturen und Dauer-Erhaltungsladung – ideal für Solaranlagen, die den Speicher gleichmäßig be- und entladen. AGM-Batterien liefern höhere Ströme für Wechselrichter und laden schneller. Wer täglich tief entlädt oder große Wechselrichter betreibt, ist mit LiFePO4 besser bedient.
Richtig laden
Gel verlangt eine niedrigere Ladeschlussspannung (14,1–14,4 V bei 12 V) und keine Ausgleichsladung – am Laderegler und Ladegerät das Gel-Profil wählen, sonst gast die Batterie und verliert Kapazität. Ladestrom höchstens 20 % der Kapazität. Alle unsere Laderegler und Batterieladegeräte haben eine Gel-Kennlinie.
Kapazität und Lebensdauer
Nutzbar sind etwa 50 % der Nennkapazität; bei 30 % Entladetiefe sind 1.000 und mehr Zyklen möglich, in der Praxis 6–10 Jahre. Kapazität: Tagesverbrauch in Ah × Autonomietage × 2 – der Akku-Rechner rechnet es durch.
Häufige Fragen zu Gel-Batterien
Kann ich Gel und AGM mischen?
Nein, unterschiedliche Ladespannungen – immer gleiche Typen parallel schalten.
Ist Gel im Winter geeignet?
Ja, vollgeladen ist Gel frostsicher bis unter −30 °C; vor der Einlagerung voll laden.
Wie erkenne ich eine defekte Gel-Batterie?
Ruhespannung unter 12,0 V nach Vollladung, schneller Spannungseinbruch unter Last oder ein aufgeblähtes Gehäuse – dann ersetzen.