Kurze Einleitung: So funktioniert der MPPT-Kalkulator
Der MPPT-Laderegler ist das Herzstück jeder modernen Solaranlage. Er optimiert die Energieausbeute Ihrer Solarmodule und schützt Ihre Batterie vor Überladung. Aber welcher Regler passt zu Ihrer Anlage? Unser MPPT-Kalkulator berechnet automatisch den idealen Laderegler basierend auf Ihrer Systemspannung, Ihren Solarmodulen und den Umgebungsbedingungen. Geben Sie einfach Ihre Konfiguration ein – der Kalkulator zeigt Ihnen die beste Empfehlung mit vollständiger Berechnung!
MPPT Laderegler Kalkulator
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Der komplette Leitfaden: MPPT Laderegler richtig auswählen

Was ist ein MPPT Laderegler und warum ist die richtige Auswahl wichtig?
Ein MPPT-Laderegler sitzt zwischen Ihren Solarmodulen und Ihrer Batterie. Seine Aufgabe: Die Solarmodule immer am optimalen Arbeitspunkt betreiben und die Batterie intelligent laden. Das Ergebnis: Bis zu 30% mehr Energie im Vergleich zu einfacheren Reglern!
Die Auswahl des richtigen Reglers ist wichtig, weil:
- Ein zu kleiner Regler kann den Strom Ihrer Solarmodule nicht vollständig verarbeiten – Sie nutzen die Module nicht optimal
- Ein zu großer Regler ist unnötig teuer und bietet keine zusätzlichen Vorteile
- Ein falsch dimensionierter Regler (z.B. falsche Systemspannung) funktioniert gar nicht oder beschädigt sich selbst
- Ein optimal gewählter Regler nutzt Ihre Module optimal, ist kosteneffizient und zuverlässig
Die 3 kritischen Anforderungen an einen MPPT-Regler
Ein MPPT-Regler muss drei Anforderungen erfüllen, um zu Ihrer Anlage zu passen:
Anforderung 1: Die richtige Systemspannung
Der Regler muss zu Ihrer Batteriespannung passen. Es gibt vier Standardspannungen:
- 12V-Systeme: Kleine Anlagen (Wohnmobile, Boote, Gartenhäuser)
- 24V-Systeme: Mittlere Anlagen (größere Wohnmobile, Wohnwagen)
- 36V-Systeme: Größere Anlagen (seltener, aber weit verbreitet)
- 48V-Systeme: Große Anlagen (Haushalte, gewerbliche Nutzung)
Wichtig: Ein Regler für 12V funktioniert NICHT in einem 24V-System! Die Systemspannung muss passen.
Anforderung 2: Ausreichende maximale Eingangsspannung
Jeder Regler hat eine maximale Eingangsspannung (z.B. 75V, 100V, 150V, 250V). Diese muss höher sein als die maximale Spannung Ihrer Solarmodule.
Warum? Bei kalten Temperaturen steigt die Modulspannung. Wenn die Modulspannung die maximale Eingangsspannung des Reglers übersteigt, wird der Regler beschädigt.
Beispiel:
- Sie haben 2 × 12V-Module in Reihe geschaltet
- Bei -10°C kann die Spannung auf etwa 48V ansteigen
- Ein Regler mit 75V maximaler Eingangsspannung passt perfekt
Anforderung 3: Ausreichender Ladestrom
Jeder Regler hat einen maximalen Ladestrom (z.B. 10A, 15A, 20A, 30A, 50A, 100A). Dieser muss ausreichend sein, um den Strom Ihrer Solarmodule zu verarbeiten.
Warum? Wenn der Regler nicht genug Strom verarbeiten kann, wird er nicht die volle Leistung Ihrer Module nutzen.
Beispiel:
- Sie haben 4 × 100W-Module parallel geschaltet
- Der Gesamtstrom kann bis zu 20A betragen
- Ein Regler mit 15A Ladestrom ist zu klein – wählen Sie 20A oder mehr
Praktische Beispiele: Die richtige Reglergröße für Ihre Situation
Beispiel 1: Kleines 12V-System mit 1-2 Solarmodulen
Ihre Situation:
- Systemspannung: 12V
- Solarmodule: 1-2 × 100W (einzeln oder in Reihe)
Die Anforderungen:
- ✓ Systemspannung: 12V
- ✓ Max. Eingangsspannung: mindestens 50V (für 2 Module in Reihe)
- ✓ Ladestrom: mindestens 10A
Empfehlung: SmartSolar 75/15
Warum: 75V max. Eingangsspannung ist ausreichend, 15A Ladestrom ist mehr als genug für 2 × 100W Module.
Beispiel 2: Mittleres 24V-System mit 2-4 Solarmodulen
Ihre Situation:
- Systemspannung: 24V
- Solarmodule: 2-4 × 100W (in verschiedenen Kombinationen)
Die Anforderungen:
- ✓ Systemspannung: 24V
- ✓ Max. Eingangsspannung: mindestens 100V (für 4 Module in Reihe)
- ✓ Ladestrom: mindestens 15-20A
Empfehlung: SmartSolar 100/30 oder SmartSolar 100/50
Warum: 100V max. Eingangsspannung ist ausreichend, 30-50A Ladestrom bietet Reserven für mehrere Module.
Beispiel 3: Großes 36V-System mit Hochleistungsmodulen
Ihre Situation:
- Systemspannung: 36V
- Solarmodule: 2-3 × 400W+ (Hochleistung)
Die Anforderungen:
- ✓ Systemspannung: 36V (Multi-Voltage Regler erforderlich!)
- ✓ Max. Eingangsspannung: mindestens 150V (für 3 Module in Reihe)
- ✓ Ladestrom: mindestens 20-30A
Empfehlung: SmartSolar 100/20-48 oder SmartSolar 150/35
Warum: Diese sind Multi-Voltage Regler und funktionieren mit 36V. 100-150V max. Eingangsspannung ist ausreichend, 20-35A Ladestrom passt zu Ihren Modulen.
Beispiel 4: Professionelles 48V-System
Ihre Situation:
- Systemspannung: 48V
- Solarmodule: 4+ × 400W+ (Hochleistung)
Die Anforderungen:
- ✓ Systemspannung: 48V
- ✓ Max. Eingangsspannung: mindestens 150-250V
- ✓ Ladestrom: mindestens 50-100A
Empfehlung: SmartSolar 150/60, SmartSolar 150/85 oder SmartSolar 250/100
Warum: Diese Regler sind für 48V-Systeme ausgelegt und können große Leistungen verarbeiten.
Single-Voltage vs. Multi-Voltage: Was ist der Unterschied?
Es gibt zwei Arten von MPPT-Reglern:
Single-Voltage Regler (für eine bestimmte Spannung)
Beispiele: SmartSolar 75/10, 75/15, 100/30, 100/50
Vorteil: Günstiger, speziell optimiert für eine Spannung
Nachteil: Weniger flexibel. Wenn Sie später Ihr System ändern, passt der Regler möglicherweise nicht mehr.
Für wen: Wenn Sie sicher sind, dass Ihre Systemspannung nicht ändert.
Multi-Voltage Regler (für mehrere Spannungen)
Beispiele: SmartSolar 100/20-48, 150/35, 150/60, 150/85, 250/100
Vorteil: Flexibel! Sie funktionieren mit 12V, 24V, 36V UND 48V. Perfekt für Systemerweiterungen.
Nachteil: Etwas teurer als Single-Voltage Regler
Für wen: Wenn Sie später expandieren möchten oder 36V-Systeme haben (es gibt wenige Single-Voltage 36V Regler).
Die häufigsten Fehler bei der MPPT-Auswahl
Fehler 1: Falsche Systemspannung wählen
Das Problem: Ein 12V-Regler funktioniert nicht in einem 24V-System. Der Regler wird beschädigt oder funktioniert gar nicht.
Die Lösung: Überprüfen Sie Ihre Batteriespannung! Das ist der erste und wichtigste Schritt.
Fehler 2: Zu kleine maximale Eingangsspannung
Das Problem: Bei kalten Temperaturen steigt die Modulspannung. Wenn sie die maximale Eingangsspannung des Reglers übersteigt, wird der Regler beschädigt.
Die Lösung: Unser Kalkulator berücksichtigt Temperatureffekte und berechnet die maximale Spannung automatisch!
Fehler 3: Zu kleiner Ladestrom
Das Problem: Der Regler kann den Strom Ihrer Module nicht vollständig verarbeiten. Sie nutzen die Module nicht optimal.
Die Lösung: Berechnen Sie den maximalen Strom Ihrer Module und wählen Sie einen Regler mit ausreichendem Ladestrom.
Fehler 4: Kabelquerschnitt unterschätzen
Das Problem: Zu dünne Kabel führen zu großen Energieverlusten und können überhitzen.
Die Lösung: Verwenden Sie diese Faustregel:
- 12V-Systeme bis 10m: mindestens 6mm² Kabelquerschnitt
- 24V-Systeme bis 10m: mindestens 4mm² Kabelquerschnitt
- 48V-Systeme bis 10m: mindestens 2,5mm² Kabelquerschnitt
Bei längeren Kabeln verwenden Sie dickere Kabel!
Fehler 5: Zu großer Regler wählen
Das Problem: Unnötige Kosten. Ein riesiger Regler für ein kleines System ist Geldverschwendung.
Die Lösung: Wählen Sie einen Regler, der minimal über Ihren Anforderungen liegt – nicht viel größer!
Schritt-für-Schritt: So wählen Sie den richtigen Regler
Schritt 1: Bestimmen Sie Ihre Systemspannung (12V, 24V, 36V oder 48V)
Schritt 2: Zählen Sie Ihre Solarmodule und deren Wattage (z.B. 3 × 100W)
Schritt 3: Entscheiden Sie, wie Sie die Module verbinden (in Reihe oder parallel)
Schritt 4: Messen Sie die Kabellänge zwischen Modulen und Regler
Schritt 5: Geben Sie diese Informationen in unseren Kalkulator ein
Schritt 6: Der Kalkulator zeigt Ihnen die beste Empfehlung mit allen Details!
Schritt 7: Klicken Sie auf den Link zum Produkt und kaufen Sie den empfohlenen Regler
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
F: Kann ich einen Multi-Voltage Regler in einem 12V-System verwenden?
A: Ja! Multi-Voltage Regler funktionieren mit allen Spannungen. Sie sind eine sichere Wahl, auch wenn Sie später expandieren möchten.
F: Was ist der Unterschied zwischen SmartSolar und BlueSolar?
A: SmartSolar ist die neuere Generation mit Bluetooth-Konnektivität. BlueSolar ist älter und günstiger. Für neue Anlagen empfehlen wir SmartSolar.
F: Kann ich zwei Regler parallel verwenden?
A: Ja, aber nur mit speziellen Konfigurationen und Koordination. Das ist für Anfänger nicht empfohlen. Nutzen Sie stattdessen einen größeren Regler!
F: Was passiert, wenn ich einen zu großen Regler wähle?
A: Der Regler funktioniert normal, aber Sie zahlen mehr als nötig. Es gibt keine technischen Probleme, nur finanzielle.
F: Was passiert, wenn ich einen zu kleinen Regler wähle?
A: Der Regler funktioniert, aber kann nicht die volle Leistung Ihrer Module verarbeiten. Sie nutzen die Module nicht optimal.
F: Wie lange hält ein MPPT-Regler?
A: Ein guter MPPT-Regler hält 10-15 Jahre oder länger. Victron Energy Regler sind bekannt für ihre Langlebigkeit und Zuverlässigkeit.
F: Kann ich meinen Regler später upgraden?
A: Ja! Sie können den alten Regler entfernen und einen neuen einbauen. Multi-Voltage Regler sind hier vorteilhaft, da sie flexibel sind.
Zusammenfassung: Die richtige MPPT-Reglergröße wählen
Die Auswahl des richtigen MPPT-Reglers basiert auf drei kritischen Anforderungen:
- Richtige Systemspannung: Der Regler muss zu Ihrer Batteriespannung passen (12V, 24V, 36V oder 48V)
- Ausreichende maximale Eingangsspannung: Der Regler muss die maximale Spannung Ihrer Module (besonders bei kalten Temperaturen) verarbeiten können
- Ausreichender Ladestrom: Der Regler muss den Strom Ihrer Module verarbeiten können
Unser Kalkulator berechnet alle drei Anforderungen automatisch! Geben Sie einfach Ihre Informationen ein, und wir zeigen Ihnen die beste Empfehlung mit vollständiger Berechnung.
Wenn Sie unsicher sind, kontaktieren Sie uns per Mail und senden Sie Ihre Daten. Wir helfen Ihnen gerne bei der Auswahl des richtigen Reglers für Ihre Solaranlage.